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Friedrich-Wilhelm Marquardt
Chana Safrai
Talmud lernen
Vorträge an der Evangelischen Akademie zu Berlin
1992-2001

Cover Talmud lernen »Jetzt werde ich über die Bedeutung des Talmud im jüdischen Leben sprechen. Die Frage, ob er auch Christen etwas angeht, werde ich Herrn Marquardt überlassen, ich kann nicht für Christen sprechen.
Ich will zuerst über die Bedeutung des Talmud im jüdischen Leben sprechen. Ich will über die Soziologie des Talmud sprechen. Was bedeutet das Soziale für die jüdische Tradition? Natürlich versuche ich, objektiv zu sein, aber ich spreche als eine jüdische orthodoxe Frau. Wahrscheinlich wären Rabbiner nicht immer damit einverstanden. Ich bin auch nicht immer einverstanden mit dem, was sie sagen. Aber wenn man über die Bedeutung des Talmud in der Gemeinde spricht, dann kann ich nur als eine Frau in dieser Gemeinde sprechen und sehen, was passiert.«

Chana Safrai

 

»Ohne jüdische Lehrerinnen oder Lehrer kommen wir deswegen an Talmud-Texte nicht heran, weil ihre Fragen so viele unausgesprochene Voraussetzungen in der jüdischen Lebens- und Gemeinschaftspraxis haben. … Die Texte als solche schildern die Situationen überhaupt nicht, aus denen sie kommen und zu denen sie gehören … Ihr einziger und wahrer Kontext ist das jüdische Leben, das und wie es gelebt wird. Und darüber können nur Jüdinnen und Juden sprechen. … Das Menschheitliche, das trotzdem im Talmud überall da ist, ist ganz und gar in die Perspektive der Selbsterfahrung des jüdischen Volkes gerückt, oft in dieser verborgen, und was wichtig sein kann an jüdischen Lebenserfahrungen für alle Menschen, können – jedenfalls aus dem Talmud – die wenigsten Nichtjuden direkt finden. Juden müssen uns erst darauf stoßen und es uns übersetzen und zeigen.«

Friedrich-Wilhelm Marquardt

In Zusammenarbeit mit Daniela Koeppler herausgegeben und eingeleitet von Andreas Pangritz
1. Auflage, Bonn 2014
371 Seiten, 21 cm x 13 cm
ISBN 978-3-9806216-6-3
Preis: 29,00 Euro (Deutschland)

Informationen zum Buch im PDF


INHALTSVERZEICHNIS
Einleitung (Andreas Pangritz)
I. Zur Einführung (1992/1993)
1. Chana Safrai
Lernen im Talmud (1992)
2. Friedrich-Wilhelm Marquardt
Warum mich als Christen der Talmud interessiert (1992)
3. Chana Safrai
Was ist Talmud? (1993)
II. Zum Traktat Megilla: Zum Problem der Zeit (1994)
1. Chana Safrai
Einführung zum jüdischen Kalender
2. Auszüge aus dem Traktat Megilla (Esterrolle)
3. Friedrich-Wilhelm Marquardt
[Wann genau stehen Juden in der Stadt und Juden auf dem Land »für ihren Lebensodem« ein?]
Hinführung zum Text Megilla I,[1-3]. 2a-6b
III. Zum Traktat Pea: Gesetz und Freiheit (1995)
1. Chana Safrai
Einführung in den Jerusalemer Talmud (»Talmud Jeruschalmi«)
2. Auszüge aus dem Traktat Pea (Ackerecke)
3. Friedrich-Wilhelm Marquardt
»Halt mal ’ne Ecke frei« oder:
Von der maßlosen Freiheit des Gesetzes. Hinführung zum Talmud-Text Pea I,1[-2]
IV. Zum Traktat Kidduschin: Dem Tun der Kinder an den Eltern wohnt Gott bei (1996/1997)
1. Auszüge aus dem Traktat Kidduschin (Antrauungen)
2. Friedrich-Wilhelm Marquardt
Vater – Mutter – Gott. Zu bKidduschin [1,7]. 30b-33b (1996)
3. Chana Safrai
Pflichten der Eltern und Rechte der Kinder. Der »Generationenvertrag« in der Diskussion der Rabbinen (1997)
4. Friedrich-Wilhelm Marquardt
Dem Tun der Kinder an den Eltern wohnt Gott bei
[Zu Kidduschin I,7] (1997)
V. Zum Traktat Ketubot: Beziehungen der Liebe und des Rechts im Verhältnis von Vater und Tochter, Mann und Frau (1998)
1. Chana Safrai
Der Heiratsvertrag zwischen Liebe und Pflicht
2. Auszüge aus dem Traktat Ketubot (Heiratsverträge)
3. Friedrich-Wilhelm Marquardt
Beziehungen der Liebe und des Rechts im Verhältnis von Vater und Tochter, Mann und Frau.
[Zu Ketubot IV,4-5]
VI. Zum Traktat Joma: Gebotenes Genießen (1999)
1. Chana Safrai
»Die Gebote sind um des Menschen willen geschaffen worden und nicht der Mensch um der Gebote willen.« Menschsein und Gebote
2. Auszüge aus dem Traktat Joma (Versöhnungstag)
3. Friedrich-Wilhelm Marquardt
Verwirktes Leben und Kämpfen ums Leben. Hinführung zu bJoma 82a-85b
VII. Zum Traktat Berachot: Spaß am Segnen (2000)
1. Chana Safrai
Heiligkeit des Alltags oder Blasphemie
2. Auszüge aus dem Traktat Berachot (Segnungen)
3. Friedrich-Wilhelm Marquardt
[Spaß am Segnen.] Einige Hinweise zu Mischna Berachot IX,1-5
VIII. Mit dem Anfang immer wieder neu beginnen (2001)
1. Chana Safrai
Bundesschluß und Studium
2. Auszüge aus dem Traktat Sota (Ehebruchsverdächtige)
3. Auszüge aus dem Traktat Chagiga (Festopfer)
4. Friedrich-Wilhelm Marquardt
»Und so wird ganz Israel frei werden« (Römer 11,26)

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Letzte Änderung: 26.08.2017
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